
Theelbote Peter Bojen gestorben
Peter Bojen, seit 46 Jahren hochgeschätzter Theelbote, war Anfang der Woche verstorben. Er war stets um das Wohl der alten Gesellschaft besorgt.

Peter Bojen, seit 46 Jahren hochgeschätzter Theelbote, war Anfang der Woche verstorben. Er war stets um das Wohl der alten Gesellschaft besorgt.

Wer weiß schon, was sein Vorfahr im Jahr 884 getrieben hat? Schmeckte er als Leibeigener die Knute, oder schwang er als Adliger selbst den Stock?

Eine nie dagewesene Fülle von Einzelveranstaltungen auf dem und rund um den Marktplatz summierte sich zu einem einmaligen Wochenende.

Die uneingeschränkten Höhepunkte der 750-Jahr-Feier der Stadt sind die Theelachtsausgabe auf dem Marktplatz und der Überfall Junker Balthasars von Esens auf Norden.

Durch unermüdlichen Einsatz des Syndicus konnte die Theelacht westlich von Westdorf, im ursprünglichen Gebiet der Theelachtsländereien, jetzt Land erwerben.

Die Theelacht zu Norden – ein über 1100 Jahre alter Familienverband hütet alte Sitten. Ihre Geschichte reicht bis in die Zeit der Normannen. Die Quellen sind spärlich, die Legenden umso reichlicher.

In der Theelkammer „Unner dat Olle Rathuus to Nörden“ fand die Wahl des neuen Theelachters für den verstorbenen Rudolf Folkerts statt. Gewählt wurde Erbbauer Dr. Hans-Hermann Briese.

Wie seit Urzeiten üblich, werden kurz vor Weihnachten die Herbstanteile der Theelacht zu Norden ausgezahlt. Am Mittwoch die Trimser durch Theelachter Theodor Ulferts und die Neugroder durch Theelachter Heiko Campen.

Eine großzügige Spende einer Stiftung ermöglichte den Kauf einer zwei Hektar großen Weide in Nesse. Das sichert die Zukunft der alten Gesellschaft für die nächsten 1000 Jahre.

Die geladenen Teilnehmer der Runde der Theelachter wählten Heiko Campen zum Nachfolger von Syndicus Rudolf Folkerts.