Chronologie der Stadt Norden in neuer überarbeiteter Fassung:

 Zeittafel - Fassung vom 5.9.2007

              

5. Jahrtausend v.Chr.

erste Spuren nicht seßhafter Jäger im Stadtgebiet

2800 bis 2200 v.Chr.

erste Siedlungsperiode

ab 776 n.Chr.

 

9. Jahrhundert

vermutliche Entstehung der Theelacht als bäuerliche Genossenschaft

um 1000

 

11./12. Jahrhundert           

Benediktinerkloster Marienthal, gen. Olde Closter

12. Jahrhundert

 

Anfang 13. Jahrhundert

Baubeginn Ludgerikirche (1445 Hochchor)

21.4.1255

erste urkundliche Erwähnung des bereits städtisch geprägten Ortes Norden als Zentrum der mittelalterlichen Landesgemeinde Norderland

1264

Dominikanerkloster am Standort der aufgegebenen Münzstätte

1358

Beginn der Häuptlingszeit. Ende der genossenschaftlichen Verwaltung und der eigenen Gerichtsbarkeit.

1360

erste schwere Pestepidemie und periodische Wiederkehr bis ins 17. Jahrhundert

1373-1377

Entstehung der Leybucht durch schwere Sturmfluten. Norden entwickelt sich zur Seehafenstadt.

1427

Prägung von Norder Goldgulden durch Udo Fokken (erste ostfriesische Goldmünze)

1433

Das Geschlecht der Cirksena erringt die Landesherrschaft in Ostfriesland.

1455

erstmals Bürgermeister in Norden

1464

Häuptling Ulrich I. Cirksena wird

Reichsgraf in Ostfriesland

 

1491

Norden erstmals als Stadt bezeichnet

1498

ältestes Norder Stadtsiegel

1509 und 1514

Feuersbrünste und Brandschatzungen verändern das Norder Stadtbild

1520

erster protestantischer Pfarrer in Norden

 

1528

Einführung der Reformation in Ostfriesland

1531

Brandschatzung des Häuptlings Balthasar von Esens im Stadtzentrum

1535

endgültige Übernahme der landesherrlichen Verfassung für die Stadt Norden (Instituta Nordana)

 

ab 1539

Wiederaufbau Altes Rathaus

 (heute Museum)

um 1550

erste Juden in Norden

1556

erste Mennoniten in Norden (seit 1795 Mennonitenkirche Am Markt)

1567

Gründung der Lateinschule ( heute Ulrichsgymnyasium)

1584

 

1618 - 1648

Dreißigjähriger Krieg. Heimsuchungen durch auswärtige Truppen, unter anderem Mansfelder

1684

Bau der reformierten Kirche in Bargebur

1686

Bau der Arp-Schnitger-Orgel in der Ludgerikirche

1717

verheerende Weihnachtsflut

1744

Aussterben des ostfriesischen Fürstenhauses der Cirksena

Ostfriesland wird preußische Provinz.

1789

Französische Revolution. Unter Napoleon wird Ostfriesland 1806 dem Königreich Holland, 1810 dem Kaiserreich Frankreich zugeschlagen. Folgen: Kontinentalsperre, erstmals Wehrpflicht für Ostfriesen

1797

Norderney erstes deutsches Nordseebad

1806

Gründung der Geneverbrennerei Doornkaat

1815

Wiener Kongress: Ostfriesland wird Teil des Königreichs Hannover

1825

Sturmflut mit letztem großen Deichbruch

1866

Ostfriesland fällt mit Hannover an Preußen

1871

Zusammenschluß mehrerer Reedereien zur Dampfschiffsrhederei Norden, heute Frisia-Reederei

1883

Eröffnung der Eisenbahnlinie Emden - Norden - Esens - Wittmund

1892

Weiterführung der Eisenbahn nach Norddeich mit Bau der Mole

1907

Inbetriebnahme des Seefunksenders Norddeich Radio

1914 - 1918

Erster Weltkrieg

1914

Beginn der Stromversorgung

1929

Bau des Leybuchtsiels. Norden verliert seinen Seehafen

9.11.1938

Zerstörung der Synagoge durch Nationalsozialisten

1939

Anfänge der Wasserversorgung

 

 

1939 - 1945

Zweiter Weltkrieg. Folge: Zunahme der Bevölkerung um ca. 1/4 durch Flüchtlinge und Vertriebene

1958

Beginn der Kanalisation

1962

Februarsturmflut, in Folge wesentliche Erhöhung der Deiche und Landschaftsveränderungen

1968

Auflösung der Altstadtstruktur zwischen Markt und Hafen

1972

Niedersächsische Gemeindereform. Nahezu neunfache Vergrößerung des Norder Stadtgebiets durch Eingemeindung von Umlandgemeinden, dadurch 28 km Deichlinie

1977

Niedersächsische Kreisreform. Norden verliert den Status der Kreisstadt

1979

Staatliche Anerkennung des Nordseebades Norddeich

1997

Betriebsschließung von Doornkaat in Norden

2008

Weiterhin verstärkte Hinwendung zum Tourismus,

Bau der Ortsumgehung.